Man ist meistens nur durch Nachdenken unglücklich.
(Joseph Joubert - französischer Moralist und Essayist, 1754-1824)
24. April 2007
22. April 2007
waiting to exhale
so langsam frage ich mich wirklich, ob es eine höhere macht gibt, die die singlefrauen des frühlings mal so richtig verarschen will. eine sensation jagt die nächste, und der gedanke liegt nahe, dass es mr. right mit perspektive da draußen nicht gibt. vielleicht sollte man mal eine kurze ansage dazu machen, und alle könnten sich darauf einstellen.
bislang konnte ich zwei kategorien typen, die man grundsätzlich diskutieren könnte, ausfindig machen: 1. monsieur total unverbindlich und 2. mr. quite right but not on the market, oder kurz: die vier V (vergeben, verheiratet, vom andern ufer oder schlicht weg vollidiot).
bei ersteren handelt es sich um die, mit denen man spass und nette abende hat, die aber um gottes willen nicht das komplette paket haben wollen. die anderen sind die, die sich grundsätzlich alles vorstellen könnten, wären da nicht freundin, frau, kinder, hund-katze-maus.
als singlefrau mit etwas grips im hirn kann man sich nicht ernsthaft für eine dieser beiden gruppen entscheiden, da das resultat ein schnödes auf-der-stelle-treten ist. und wer will das schon? und glaubt man doch, eine dieser gruppen für sich entdeckt zu haben und hofft auf besserung, kann man schon fast die uhr danach stellen, bis das geheule gross ist.
gelernt haben wir ja: die hoffnung stirbt zuletzt. also, mr. right, wo steckst du?
20. April 2007
microparanoia

beim news-flash mit dem ersten kaffee bin ich heute über ein ziemlich geiles thema gestolpert:
verliebt sein - biochemische erklärungen.
ich hab mich immer schon gefragt, welches arschloch-hormon dafür verantworlich ist, dass man irrationale dinge tut, sich schwört, man täte es nie wieder, um es dann doch wieder zu tun, nicht isst und nicht schläft und sich granate dabei fühlt, um dann irgendwann in ein riesengrosses loch zu fallen in dem wunsch, nie geboren zu sein.
seit heute weiss ich, wie ich es beschimpfen kann: dopamin und serotonin.
genau genommen sind es keine hormone, sondern neurotransmitter. in der wirkung vergleichbar mit heroin, zumindest in der verliebtheits-kombination.
neurotransmitter sind die stoffe, die von einem nerv zum anderen transportieren und den körper in zustände versetzen. dopamin ist der zustand schmetterlinge im bauch, herzrasen, kein appettit, bei überdosen auch gerne halluzinationen. serotonin, das arsch, ist für glück und unglück verantwortlich. zu wenig serotonin im körper löst depressionen aus, oftmals ist unerwiderte liebe der auslöser hierfür. gerne wird unter wissenschaftler der serotoninspiegel von verliebten auch mit dem eines zwangsneurotikers verglichen, da sich diese wohl im verhalten sehr ähnlich sind - in form eines mangels.
die erklärung liegt nahe: zwangsneurotiker und verliebte beschäftigen sich so sehr nur mit einer sache, als dass ihr psychisches gleichgewicht aus dem takt kommt - wie bei verrückten.
hört hört! hier der fachausdruck der microparanoia.
ein schöner ausflug in die welt der mediziner. weiterhelfen tuts der seele leider nicht, ausser, dass man morgens einen adressaten für das alltägliche "so ein arsch" gefunden hat. ob es ein substitut gibt - oder ob man serotonin-tabletten bekommen kann - werde mich mal in den online-apotheken durchklicken. das wäre doch toll und der frühling gerettet! :)
18. April 2007
das zitat des tages
jeden tag bekomme ich es, von ein paar aufmerksamen programmen der seite zitate.net - und das schon in langer tradition. und seit ich es bekomme, sende ich es an ein paar menschen, die sich mit mir über die geistigen ergüsse kurz austauschen. manchmal jedoch setzen wir nur zeichen, wenn ein zitat der lebenssituation entsprechend passend formuliert wurde. manchmal ertragen wir die harten worte einfach nur schweigend.
das heutige zitat wirft mich nachhaltig zurück.
Begangene Fehler können nicht besser entschuldigt werden als mit dem Geständnis, daß man sie als solche erkenne. (Calderon - Schriftsteller, 1799-1867)
und ich frage mich: können wir fehler einfach so eingestehen? können wir sagen: es war dumm und ich sehe es? ist es nicht manchmal einfach viel zu spät? zu spät für die rolle rückwärts?
und würden wir ein simples "es war ein fehler" als solches akzeptieren und vergeben? muss zwangsläufig eine erklärung folgen? was, wenn es keine erklärung gibt? ist die seele dann trotzdem beruhigt?
das heutige zitat wirft mich nachhaltig zurück.
Begangene Fehler können nicht besser entschuldigt werden als mit dem Geständnis, daß man sie als solche erkenne. (Calderon - Schriftsteller, 1799-1867)
und ich frage mich: können wir fehler einfach so eingestehen? können wir sagen: es war dumm und ich sehe es? ist es nicht manchmal einfach viel zu spät? zu spät für die rolle rückwärts?
und würden wir ein simples "es war ein fehler" als solches akzeptieren und vergeben? muss zwangsläufig eine erklärung folgen? was, wenn es keine erklärung gibt? ist die seele dann trotzdem beruhigt?
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